Während alles wieder anspringt und überall Menschen zur Tagesordnung übergehen, frage ich mich anhaltend, was zur Hölle wir da eigentlich tun. Ich als Individuum, und die Gesellschaft als Ganzes.
Kategorie-Archiv: Internet und Gesellschaft
Die Mütter sind Schuld. Und die Smartphones. Aber am meisten die Mütter.
Am Wochenende hörte ich im Radio einen Verweis auf eine neue Untersuchung zu Kindern und (digitalen) Medien. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte gab die sogenannte „BLIKK-Studie“ in Auftrag. Bei über 3000 Früherkennungsuntersuchungen wurden die Eltern nach dem Medienverhalten ihrer Kinder befragt. Einige der Ergebnisse sind seit kurzem online. Als ich die Zusammenfassung der Vorab-Ergebnisse im …
„Die Mütter sind Schuld. Und die Smartphones. Aber am meisten die Mütter.“ weiterlesen
Juli Zehs „Unterleuten“. Beinahe eine Rezension
Vor kurzem habe ich den Roman Unterleuten von Juli Zeh gelesen. Ein Zeitungsartikel der SZ hatte sich vor einigen Monaten mit Unterleuten befasst, und ich fand es total spannend, zu lesen, was Juli Zeh mit ihrem neuen Roman geschaffen hatte. Unterleuten ist nicht nur ein Roman, sondern mehr das Zentrum eines Gesamtkunstwerks – denn im Internet …
„Juli Zehs „Unterleuten“. Beinahe eine Rezension“ weiterlesen
München. Und twitter.
Gestern Abend saß ich wie viele andere noch sehr lange vor dem Rechner, um die Meldungen zu den Ereignissen in München zu verfolgen. Dabei betrachtete ich die Kommunikation auf twitter, an der ich im Katastrophenfall häufig selbst teilnehme, und über die ich bereits geschrieben und Sessions gehalten habe. Gestern sind mir viele sehr positive Dinge …
Meine re:publica
Drei Tage Ausnahmezustand in Berlin. Ein wehmütiger persönlicher Rückblick in Tweets und Bildern. Kaum in Berlin, wirste so empfangen: Jetzt noch eines mit der wunderbaren @junaimnetz #rpTEN @Fripi @zeitschlag pic.twitter.com/2vt7qhEFKc — literaturschock (@literaturschock) 1. Mai 2016 Die re:publica stößt als Konzept jedoch nicht überall auf Verständnis: Der Taxifahrer: „Was is das für ne Konferenz?“ „Eine …
Katastrophe! Ausnahmezustand in sozialen Netzwerken
„Twitter ist super 15 Minuten nach der Katastrophe, und die Hölle in den Tagen danach.“ Patrick Breitenbach Für das Barcamp Rhein-Main im November 2015 habe ich eine Session zu Katastrophenkommunikation in sozialen Netzwerken zusammengestellt. Dabei strebte ich eine möglichst wertfreie Betrachtung der unterschiedlichen Phasen dieser Art persönlicher Krisenkommunikation an. Die Ereignisse in Frankreich lagen …
„Katastrophe! Ausnahmezustand in sozialen Netzwerken“ weiterlesen
Wissen, Sehen, Vertrauen
Zuerst veröffentlicht auf fischundfleisch. Vor etwa 13 Jahren bot sich mir die Gelegenheit, die Literaturwissenschaftlerin Ruth Klüger kennen zu lernen. Sie forschte damals zu Kitsch in der Literatur, mit besonderem Augenmerk auf Nazi-Kitsch. Nicht gerade ein Thema, über das wir als angehende Germanist_innen an der Uni Göttingen häufig etwas hörten. Von Ruth Klüger allerdings hatte …
„Ausnahmejournalismus“ und Trauer im Netz
Prolog: Ich werde für diesen Blogpost eine der ganz seltenen Ausnahmen machen. Ich werde nämlich die Existenz der Bild-Zeitung als solche zur Kenntnis nehmen. Nachdem ich mir das, was ich unbedingt sagen möchte, vom Herzen geschrieben habe, kehre ich zurück zur No-Bild-Policy (Nicht darüber reden, nicht kommentieren, nicht retweeten und schon gar nicht unabsichtlich lesen, …
Je suis Charlie – je ne suis pas Charlie
Ein Beitrag zu einer Stellvertreterdebatte – oder zu einer der wichtigsten Debatten überhaupt, je nach Blickwinkel. Dass ich schockiert und fassungslos über die Nachrichten aus Paris bin, brauche ich vermutlich nicht mehr extra zu erwähnen. Dafür möchte ich ein paar Sätze zu den Diskussionen schreiben, die rund um das Mem „Je suis Charlie“ und die …
2014 – in Euren Worten
Ein Jahresrückblick, hurra! Allerdings einer, der nicht einmal im Ansatz versuchen wird, ein wahnsinniges, vollkommen verrücktes, bis an die Grenzen der eigenen Belastbarkeit gehendes Jahr in Worte zu fassen. Stattdessen hangele ich mich durch die Monate, indem ich Euch zitiere. Ihr glaubt ja gar nicht, wie sehr ich alleine diese Idee gefeiert habe. 🙂 Die …